Wandern für Entdecker: Westweg

Es muss ja nicht gleich vom Nordkap bis nach Sizilien sein, den beiden äußersten Punkte des Europäischen Fernwanderwegs E1. Wer den Schwarzwald-Teil dieser Europa-Strecke wandert, stellt sich schon einer ausreichenden Herausforderung – und erlebt unberührte Natur.

Foto: Wolfgang Eckerle / Pixelio


Der Westweg ist rund 285 Kilometer lang und wird seit seiner Einrichtung im Jahr 1900 vom Schwarzwaldverein gepflegt und betreut. Der abgelegene Höhenweg berührt auf seiner gesamten Länge nur zwölf Ortschaften; sein Wegzeichen ist eine rote Raute auf weißem Grund.


Start des Westweges ist in Pforzheim. Er führt zunächst durch das Enztal zum Dobel und danach durch weite Wälder, ausgedehnte Moore und entlang an kleinen Seen zum Hohloh. Nach dem Abstieg ins felsenreiche Murgtal steigt der Weg wieder an bis zum höchsten Punkt des Nordschwarzwalds, der Hornisgrinde mit ihrer Bilderbuchaussicht.


Dann verläuft der Westweg parallel zur Schwarzwaldhochstraße bis zur Alexanderschanze und danach durch Wälder ins Kinzigtal nach Hausach. Nach steilem Anstieg berührt der Wanderweg von der Martinskapelle (Bregquelle) bis zur Kalten Herberge die Europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Tief eingeschnittene Täler nach Westen und flache Hochtäler im Osten bieten dem Wanderer ein reizvolles Panorama.


Am Titisee, dem größten natürlichen See im Schwarzwald, gabelt sich der Weg in eine östliche und eine westliche Route. Letztere ist einer der klassischen Höhenwanderwege des Schwarzwaldes mit großartigen Fernblicken vom Feldberg und zwei weiteren Tausendern, bis es am Kandertal entlang ins Wiesental bis nach Basel geht. Die östliche Strecke zweigt südwärts ab zum zweithöchsten Schwarzwaldberg, dem Herzogenhorn, geht über die Höhen zwischen Wehra- und Wiesental, führt nach der Hohen Möhr zum Dinkelberg, um schließlich hinunter in das Rheintal und nach Basel zu gelangen.


Der Westweg wurde zum Vorbild für zahlreiche weitere Fernwanderwege. Seit 2006 darf er sich „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ nennen, verliehen vom Deutschen Wanderverband. Um den Kriterien dieses Gütesiegels zu entsprechen, dürfen unter anderem höchstens 20 Prozent der Strecke asphaltiert oder gepflastert sein. Dafür wurden Teilstrecken des Westwegs verlegt oder naturnah zurückgebaut.


Tagestouren / Etappen

Etappe 1: Pforzheim–Dobel
Etappe 2: Dobel–Forbach
Etappe 3: Forbach–Unterstmatt
Etappe 4: Unterstmatt–Alexanderschanze
Etappe 5: Alexanderschanze–Auf der Hark
Etappe 6: Auf der Hark–Hausach
Etappe 7: Hausach–Wilhelmshöhe (oberhalb Schonach)
Etappe 8: Wilhelmshöhe–Kalte Herberge
Etappe 9: Kalte Herberge–Bärental

Westliche Strecke
Etappe 10: Bärental–Wiedener Eck
Etappe 11: Wiedener Eck–Blauen
Etappe 12: Blauen–Basel

Östliche Strecke
Etappe 10: Bärental–Hochkopfhaus
Etappe 11: Hochkopfhaus–Schweigmatt
Etappe 12: Schweigmatt–Adelhausen
Etappe 13: Adelhausen–Basel

Mehr Informationen: www.westweg.de >>


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