Unterstützen Sie die örtlichen Betriebe!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die letzten Wochen haben unser Leben spürbar auf den Kopf gestellt. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, was uns ein bis vor wenigen Wochen völlig unbekannter Virus abverlangt; das gesellschaftliche Leben, das wir kennen und geschätzt haben, gibt es derzeit nicht mehr. Schulen und Kindergärten, Schwimmbäder, Rathäuser, Turnhallen, Gasthäuser und nahezu alle anderen Geschäfte haben geschlossen - auf unbestimmte Zeit. Unser Alltag von "früher" - er ist nicht mehr gegenwärtig. Wir erleben Einschnitte in das öffentliche und zivile Leben, die wir vermutlich alle noch vor Wochen für unmöglich gehalten hätten. Doch sie dienen einem Ziel: dem Schutz von Gesundheit und Leben.

Neben der großen Sorge um unsere eigene Gesundheit und die unserer Liebsten treibt uns die besorgniserregende Gewissheit um, dass durch die Pandemie unsere Volkswirtschaft ins Stocken bzw. in eine bemerkenswerte Schieflage geraten wird. Milliardenschwere Rettungsschirme von Bund, Land, Krankenkassen und anderen Institutionen wurden und werden aufgespannt. Konzerne, Groß- und mittelständische Unternehmen sowie auch kleine Betriebe sollen so vor dem Schlimmsten bewahrt werden. Auch die Landwirtschaft soll entsprechende Unterstützung erfahren. Dabei steht die Hoffnung im Vordergrund, wirtschaftlich einen möglichst langen Atem für den Tauchvorgang zu haben, nicht aber gänzlich unterzugehen. Doch dass alle Unternehmen, vor allem die kleineren, diese Krise überleben, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Heruntergebrochen auf unsere Gemeinde möchte ich daher an Sie, die Bürgerinnen und Bürger, appellieren, gerade jetzt verstärkt den Einzelhandel, die heimischen Obsterzeuger, unsere Gasthäuser und sonstigen Dienstleister im Ort zu unterstützen, um diese möglichst verlässlich durch die Zeit der Krise zu tragen. Beispielsweise kann dies bedeuten, dass trotz geschlossenem Gasthaus jetzt Essensgutscheine für die Zeit nach der Krise gekauft werden, dass saisonales Obst oder Gemüse nicht im stark frequentierten Supermarkt, sondern im Hofladen vor Ort gekauft wird und auch für sonstige Belange nicht über das Internet bestellt, sondern "solidarisch heimatverbunden" die örtliche Wirtschaft unterstützt und dadurch gestärkt wird.

Auf unserer Internetseite www.gammelshausen.de sind unter der Rubrik "Leben und Arbeiten" sowohl alle heimischen Betriebe >> aufgelistet als auch die örtlichen Erzeuger >>
Wichtig ist mir an dieser Stelle zu erwähnen, dass dieser Aufruf natürlich auch gemeindeübergreifend zu verstehen ist.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle nochmals herzlich dafür danken, dass Sie zuhause bleiben, dass Sie den Regeln und Erlässen von Bund und Land Folge leisten, dass Sie auf Kontakte weitestgehend verzichten und dieses "Gebot der Stunde", auch wenn es durchaus schmerzt, weiterhin durchhalten. Wir müssen auf uns und unsere Mitmenschen aufpassen, gerade jetzt in dieser bedrohlichen Zeit, und alles dafür tun, um die Menschen und damit auch unser Gesundheitssystem zu schützen.

Die Lage ist ernst und wir wissen heute nicht, was morgen und in den nächsten Tagen auf uns zukommt. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass wir diese schweren Zeiten meistern und überwinden werden - gemeinsam, solidarisch, mit Zuversicht und Gottvertrauen.

Halten Sie durch! Alles Gute und viel Gesundheit wünscht Ihnen

Ihr

Daniel Kohl
Bürgermeister



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