Phosphorrückgewinnung aus Abwasser

Kläranlage Göppingen ist landesweit führend in der Phosphorrückgewinnung aus Abwasser – Abwasserverband Heiningen-Dürnau-Eschenbach-Gammelshausen ist beteiligt.

Das Abwasser der Gemeinden Heiningen, Dürnau, Eschenbach und Gammelshausen fließt gesammelt durch das Heubachtal und dann zur Göppinger Kläranlage. Der Abwasserverband dieser vier Partnergemeinden organisiert diese Abwasserführung sowohl finanziell wie auch technisch. Mit einer anteiligen jährlichen Finanzumlage ist der Verband an dieser Kläranlage beteiligt. Dort wurde am Donnerstag eine Anlage zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm in Betrieb genommen. Es ist die erste Anlage dieser Art in Baden-Württemberg. Das Verfahren wurde von der Universität Stuttgart entwickelt, weshalb es jetzt auch das „Stuttgarter Verfahren“ genannt wird.

Phosphor ist eine Grundlage jeden Lebens und künstlich nicht herstellbar und es gibt auch keine Alternative dazu. Der Rohstoff ist zwar derzeit noch reichlich vorhanden, aber eben doch endlich und so macht es nicht nur aus umweltschutzgründen Sinn den Stoff aus dem Abwasser herauszufiltern und ihn wieder z. B. als Dünger in der Landwirtschaft einsetzen zu können. Aktuell wird Phosphor u. a. in China, USA und Nordafrika mit einer hohen Umweltbelastung abgebaut. In Europa selbst gibt es keine Phosphorvorkommen. Dabei gibt es bei uns mehr als genug Klärschlamm, aus dem der Stoff gewonnen werden kann. Allerdings ist es ein hochkomplexes chemisch-technisches Verfahren.

Finanziert wurde die fast 3 Millionen Euro teure Anlage zur rund 80 % aus Fördermitteln der EU und dem Land. Hier steht also ein positives Beispiel, wie auch wir in der Region von Fördermitteln der EU profitieren.

Der Abwasserverband Heiningen-Dürnau-Eschenbach-Gammelshausen gratuliert der Betriebsführung, den Technikern und Chemikern zu dieser Leistung und ist stolz darauf, an solch einem federführenden Projekt beteiligt zu sein.



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