Mistelbefall gefährdet Streuobstbäume

Der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Göppingen e. V. möchte darauf aufmerksam machen, dass der Befall von Misteln an Obstgehölzen in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Foto: Bernd Haynold / CC BY-SA 3.0

Misteln leben als Halbschmarotzer parasitisch auf Gehölzen und entziehen diesen Wasser und Nährstoffe. Bei einem starken Befall ist die Vitalität des Baumes gefährdet und in manchen Fällen können diese sogar absterben.

Misteln, welche auf Obstbäumen wachsen, stehen nicht unter gesetzlichem Schutz! Für den Erhalt des Streuobstbestandes ist es wichtig, Misteln frühzeitig zu entfernen. Pflegeschnitte sind an Obstbäumen ganzjährig zulässig. Zum Schutz brütender Vögel sollten Eingriffe aber generell frühestens ab August bis einschließlich März erfolgen. Die Entfernung größerer Baumpartien darf nur zwischen dem 1. Oktober und dem 28. Februar durchgeführt werden.

Misteln werden überwiegend von Vögeln verbreitet, die die klebrigen Samen am Schnabel anhaften haben und diese an der Baumrinde abstreifen. Auch können Samen durch Wind und Regen auf tiefer liegende Äste fallen und dort neue Pflanzen bilden. Hat sich eine Mistel einmal etabliert, kann Sie dauerhaft nur dadurch entfernt werden, dass man mindestens 20 cm unterhalb des Mistelansatzes einen Schnitt durchführt. Misteln an Stammpartien und Leitästen lassen sich daher nicht mehr vollständig entfernen.

Was können Sie tun? Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Ihre Bäume befallen sind. Entfernen Sie Misteln baldmöglichst. Schon der Rückschnitt verhindert für einige Zeit die Samenbildung und somit eine weitere Verbreitung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Obstbauberater des Landkreises Göppingen, Rainer Klingler
Telefon: 07161 202-2556
E-Mail: r.klingler@landkreis-goeppingen.de

Landschaftserhaltungsverband Landkreis Göppingen e. V.
Telefon: 07161 202-2275 / -2276 / -2261
E-Mail: lev@landkreis-goeppingen.de



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