"Initiative Motorradlärm" gestartet - Gammelshausen ist dabei

Als einer von insgesamt 76 kommunalen Vertreter in Baden-Württemberg nahm Bürgermeister Daniel Kohl am 13. Februar 2020 teil an der Landespressekonferenz im Landtag mit Verkehrsminister Winfried Hermann und dem Lärmschutzbeauftragten Thomas Marwein MdL.

Dort wurde der Öffentlichkeit jener Forderungskatalog der "Initiative Motorradlärm" präsentiert.

Zehn Forderungen hat die Initiative formuliert, die nun an Entscheidungsträger auf Bundes- und europäischer Ebene herangetragen wurden:


Landesverkehrsminister Winfried Hermann, Bürgermeister Daniel Kohl, Sasbachwaldens Bürgermeisterin Sonja Schuchter, Lärmschutzbeauftragter Thomas Marwein MdL (Fotos: Martin Stollberg)

Motorräder müssen leiser werden!
Genehmigungs- und Zulassungsregeln sollen überarbeitet werden und Hersteller wie Händler leisere Motorräder produzieren und anbieten. Ebenso soll der Umstieg auf nachhaltige und lärmarme Mobilität erfolgen (insbesondere E-Motorräder).

Motorräder müssen leiser gefahren werden!
Motorradfahrer sollen rücksichtsvoll und leise fahren. Es werden stärkere polizeiliche Verkehrsüberwachungen und eine Ausweitung der rechtlichen, technischen und personellen Kontrollmöglichkeiten gefordert. Außerdem sollen Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsverbote an Wochenende und Feiertagen aus Gründen des Lärmschutzes (in besonderen Konfliktfällen) möglich sein.

Rücksichtsloses Fahren muss deutlich(ere) Folgen haben!
Höhere Bußgelder für eine vorsätzlich lärmerzeugende Fahrweise und Manipulation am Motorrad sollen angestrebt werden. Zudem soll der Bund eine Lösung  finden, so genannte Raser oder Belästiger zu bestrafen bzw. die Einführung einer Halterhaftung prüfen sowie die Pflicht zur Führung eines Fahrtenbuchs.

Nachdem die Gemeinde Gammelshausen seit Jahrzehnten mit Verkehrslärm auf der Hauptstraße (L 1217), insbesondere dem Motorrad- sowie getuntem Autolärm zu kämpfen hat, muss aus Sicht von Bürgermeister Daniel Kohl die Initiative unterstützt werden. Nicht umsonst haben Verwaltung und Gemeinderat in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen vor Ort geprüft, durch einen zeit- und arbeitsintensiven Lärmaktionsplan gefiltert und schlussendlich ein Stück weit Abhilfe geschaffen durch mehrere Geschwindigkeitsanzeigen sowie jüngst ein vom Land bezuschusstes Motorradlärmdisplay, das im Frühjahr am südlichen Ortsausgang in Richtung der Serpentinen installiert werden soll.

Von Beginn an war Bürgermeister Daniel Kohl in den Diskussionen und auch nun im Rahmen der Initiative wichtig, dass Gammelshausen nicht zu einer "motorradhassenden Gemeinde" gezählt wird, sondern vielmehr an die Vernunft der Fahrerinnen und Fahrer appelliert werden und Rücksicht auf die Anwohnerschaft der belasteten Städte und Gemeinden genommen werden soll. Die Mehrheit tue dies seiner Ansicht nach auch, doch diejenigen, die eine kurvenreiche Strecke wie jene in Gammelshausen provozierend fahren, gehören hinsichtlich des Anwohnerschutzes sensibilisiert und in letzter Konsequenz bestraft.



Die "Initiative Motorradlärm" hofft nun, dass auch andere Länder dieser beitreten und man im Weiteren auch auf Bundesebene Gehör findet.





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