Verabschiedung von Schulrektorin Carola Bär: "Danke für BÄRenstarke Jahre"

Im Rahmen einer Feierstunde wurde die langjährige Rektorin der Grundschule Dürnau-Gammelshausen, Frau Carola Bär, am 17. Juli 2018 im Schulfoyer offiziell verabschiedet.

Nach einem schwungvollen Auftakt des Schulchors mit einem eigens für Frau Bär gedichteten Lied begrüßte der Stellvertretende Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Daniel Kohl, rund 80 geladene Gäste - darunter ihren Ehemann, Vertreterinnen und Vertreter des Schulamtes und der Schuldekanatämter, das Lehrer- und Rektorenkollegium, die Verbandsversammlung des Grundschul- und Kindergartenverbands, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den Schul-Förderverein SMS, Kinderhausleiterin Elena Schwenke, Elternvertreter und viele weitere berufliche wie persönliche Wegbegleiter von Frau Bär.


In seinem Grußwort hob Kohl die stets ehrliche, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit Frau Bär hervor, die im Juli 2000 nach ihrer Tätigkeit als Lehrerin der Schule in das Rektorinnenamt eingesetzt wurde. "Niemals geht man so ganz" sei im Falle Frau Bärs eine sehr passende Liedzeile, bleiben doch neben dem Sichtbaren, dem Geschaffenen, dem Erreichten für die Grundschule Dürnau-Gammelshausen auch viele persönliche Noten der Kapitänin, die für zahlreiche Themen und Projekte "gebrannt" und sie mit Begeisterung, Eifer und manchmal auch Vehemenz zur Umsetzung gebracht habe. Sich der Bildung und Erziehung junger Menschen zu widmen, dazu beizutragen, dass sie später ihren eigenen Weg finden, dies sei eine dankbare Aufgabe, doch auch eine Aufgabe mit großer Verantwortung und daher auch oftmals mit großen Belastungen. Diese Berufung habe viel mit sehr jungen Menschen zu tun, die individuelle Ansprache, Förderung und Zuspruch brauchen. Man trage daher eine immens hohe Verantwortung. Diese habe Frau Bär stets gerne und mit großer sichtbarer Freude getragen.

"So eine Schule ist ein komplexes Gefüge, sie in Gang zu halten, keine einfache Aufgabe", so Bürgermeister Kohl. Von vielen Seiten würden an die Schulleiter/innen enorme Anforderungen gestellt und Schüler, Eltern, Kollegen, Schulaufsicht und Schulträger erwarteten stets, für einen reibungslosen Ablauf des Schulalltags und damit des Bildungsauftrags zu sorgen sowie sich um alle auftauchenden Anliegen zu kümmern. Die Aufgabe sei dabei in den vergangenen Jahren nicht leichter geworden, zumal die Schulen vieles aufgreifen müssten, was sich in der Gesellschaft verändere und vieles auffangen sollen, wo die Gesellschaft vielleicht auch versage.


Für Frau Bär gehörte der Dialog mit den Eltern zu einem festen Bestandteil ihrer Arbeit, für den sie immer und gerne viel Zeit investierte. Mit menschlichem Verständnis, pädagogischem Sachverstand und dem notwendigen Gespür sei "die Menschenfreundin" den Dialogen stets gerne begegnet. Schaue man sich die Bildungspolitik der vergangenen Jahre und Jahrzehnte an, komme man nicht umhin festzustellen, dass es wohl kaum einen Politikbereich gebe, in dem so viel diskutiert - über Lehrpläne und anderes - und in dem so viel reformiert werde. Schulmodelle würden in schöner Regelmäßigkeit entwickelt, erprobt und dann oft schon wieder durch neue Modelle abgelöst. Die Ganztagesschule in Wahlform, wie sie in Dürnau-Gammelshausen existiere, gehöre neben vielen Maßnahmen der Schule zu einem wichtigen Prozess, den Frau Bär mit großem Engagement mitgeprägt habe und der ein Meilenstein in einem sich über Jahre hinziehenden Prozess darstelle. Zahlreiche AGs, musikalische Grundausbildungen, Mittagessen und vieles mehr stecke heute in dem Wort Grundschule. Die Einrichtung und Organisation der Mensa, die neben den Schulkindern auch von den Kindern des Kinderhauses genutzt würden, sei Frau Bär ebenso stets ein wichtiges Anliegen für die Bildungseinrichtungen im Verband beider Gemeinden gewesen. Kohl freute sich, dass das neue Schulmobiliar, für das die Schulleiterin seit einigen Jahren "gekämpft" habe, nun im Mai von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen wurde.


Die Heterogenität der Schülerschaft habe Bär in den letzten Jahren stark beschäftigt: Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationshintergrund, geflüchtete Familien mit ihren Kindern - nicht nur für die Arbeit in den Klassengemeinschaften sei dies eine Herausforderung, auch die Eltern müssten integriert und Lehrer wie Schüler sensibilisert werden. "Darin ging Carola Bär auf!", genau wie in ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin der Kinderakademie Hector, der Hector-Stiftung, die dank ihr einst in die Trägerschaft des Verbands Dürnau-Gammelshausen überging. Das Kümmern um Hochbegabte war ihr genauso wichtig wie das Mitnehmen von Lernschwächeren - "kein einfacher, aber stets gelungener Spagat unserer Schulleitung".

Worte des Dankes für die fachliche wie persönliche Zusammenarbeit sprachen neben Bürgermeister Kohl auch Frau Elke Weccard für das Schulamt, Frau Annette Leube für das Evangelische und Katholische Schuldekanatamt sowie Frau Meyder für den Förderverein der Schule. Carola Bär selbst dankte allen ihren Wegbegleitern für die vergangenen Jahre, die geprägt waren von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und Ehrlichkeit. "Meiner Grundschule" und allen Kindern wünschte sie eine gute Zukunft.

Das Schulkollegium, optisch wie sprachlich gelungen verwandelt in Schulkinder, plauderte abschließend bei einem kleinen Theaterstück aus dem Schulalltag. Alle Lehrerinnen dankten ihrer Chefin für eine sehr intensive gemeinsame Zeit, in der auch stets Raum war für viel gemeinsames Lachen. Für die persönliche Zukunft von Frau Carola Bär wünschten alle Redner an diesem Nachmittag alles Gute, stete Gesundheit und, "dass Sie uns nicht vergessen!".

Beim anschließenden Stehempfang des Grundschul- und Kindergartenverbands bestand für alle Anwesenden die Möglichkeit, sich von Frau Carola Bär persönlich zu verabschieden. Neben verschiedener leckerer Häppchen zierte eine übergroße Festtorte die Aufschrift "Herzlichen Dank für BÄRenstarke Jahre!"


Fotos: Michael Nick



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