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Haus & Grund Berlin Informationen und Standpunkte 2016

| 23 Mit den Gesetzesänderungen ab 2016 war eine Änderung der Nutzungsdauerberechnung3 angekündigt und damit Methoden- gleichheit und eine dramatische Erhöhung der Grundstückswerte befürchtet worden, aber eine Methodenkonformität wurde ver- fehlt. Die Veränderung der Gesamtnutzungsdauer eines Wohnge- bäudes – bisher 80, jetzt 70 Jahre – führt sogar zu einer gerin- geren Bewertung der Gebäude ab 2016 – wenn auch bei höheren Bodenwerten. Bei Anwendung des Ertragswertverfahrens in Ber- lin ist trotz der weiterhin ansteigenden Bodenrichtwerte auch 2016 zunächst von einer im Vergleich zu den Verkehrswerten mo- deraten Bewertung auszugehen. Die künftige Beseitigung des Systemfehlers steht in den Sternen. Theore- tisch könnte der Gutachterausschuss durch zusätzliche Tabellen Methodengleichheit herstellen, was wegen des damit verbun- denen zusätzlichen Arbeitsaufwands als un- wahrscheinlich gilt. Die steuerliche Belastung bei Übertra- gung von Grundstücken kann in allen Steu- erklassen moderat ausfallen. Neben dem genannten Bewertungsvorteil und dem Mietwohnabschlag kann sich dies bei Über- tragungen mit Nießbrauchvorbehalt und be- stehenden Grundschulden ergeben. Dabei darf zunächst der Wert der Nießbrauchlast abgezogen werden, nicht aber die aufschiebend bedingt über- nommene Grundschuld. Somit ergibt sich zunächst oft eine hohe Schenkungssteuer, die später beim Tod des Schenkers durch den dann zu beantragenden Abzug der noch bestehenden Schulden ganz oder teilweise zurückgezahlt wird. Die Schenkungsteuer kann sich insoweit als ein unverzinsliches Darlehen an das Finanz- amt erweisen. Diese Unverzinslichkeit kann bei der derzeitigen Kapitalmarktlage verkraftet werden. Eine solche Gestaltung kann gelingen, wenn der Vorbehaltsnießbraucher die Schenkung eine seinem Alter gemäße längere Zeit überlebt4 und ausreichende Barmittel für Schenkungssteuer bereitstehen. Es gibt viele Gestaltungsalternativen, immer Vor- und Nachteile sowie nennenswerte Risiken. Haus & Grund kämpft weiter für die steuerfreie generationsübergreifende Substanzerhaltung und für die Abschaffung der Erbschaftsteuer. Solan- ge der Gesetzgeber dies verweigert, will der Verband helfen, diesem Ziel durch Gestal- tung näher zu kommen. Dazu empfehlen wir sowohl steuerliche als auch rechtliche Bera- tung in den Vereinen vor Ort. | foto:I-vista/Pixelio 3 Anlage 22 zum Bewertungsgesetz 4 Vergleiche Fristen § 14 BewG Haus & Grund kämpft weiter für die steuerfreie generationsübergreifen- de Substanzerhaltung und will helfen, diesem Ziel durch Gestaltung näher zu kommen.

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